Yadegar Asisis Panorama über das geteilte Berlin versetzt die Besucher in den Alltag mit der Berliner Mauer an einem fiktiven Herbsttag in den 1980er-Jahren. Das alternative Leben in SO 36 in West-Berlin mit seinen Punks, besetzten Häusern, einer Wagenburg oder einem Streichelzoo in Kreuzberg ist völlig getrennt vom Leben in Ost-Berlin – und dennoch nur einen Steinwurf entfernt. Todesstreifen und Grenzanlagen trennen Westteil und Ostteil, BRD und DDR, Kapitalismus und Kommunismus. Das Riesenrundbild zeigt, wie banal alltäglich und subtil grausam zugleich die Normalität der geteilten Stadt war. Die eigens von Eric Babak komponierte Begleitmusik sowie eine auf Zeit und Ort abgestimmte Geräuschkulisse runden das Panoramaereignis ab.

Im Vorraum stimmen über hundert Fotomotive von Zeitzeugen aus der Zeit der Berliner Mauer und den Tagen des Mauerfalls 1989 auf das Projekt ein.

Dauerausstellung